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„Nachhaltig aus der Kohle – Ist mein Geld klimagerecht angelegt?“


Foto: Divest Kassel

Am Montag, 19. März 2018 haben Vertreter verschiedener Kasseler Organisationen ihre Sicht auf den nachhaltigen Umgang mit Geldanlagen im evangelischen Forum präsentiert. Im Fokus stand dabei die Untersuchung einzelner Finanzprodukte auf ihre Investitionen in klimaschädliche Unternehmen. Dabei wurden auch lokale Alternativen für nachhaltige Investitionen vorgestellt.

Aufgrund der Vielzahl an beteiligten lokalen Akteuren konnte ein umfassendes Bild dieses in den letzten Jahren immer wichtiger werdenden Themas gezeichnet werden. An der Veranstaltung mitgewirkt haben die Kampagne Divest Kassel, oikocredit Hessen-Pfalz, der globalisierungskritische Verein attac Kassel, die Bürgerenergiegenossenschaft Kaufunger Wald und der Klimaschutzmanager der Evangelischen Landeskirche. 


Die meisten Menschen haben einen Teil ihres Geldes in Aktien angelegt. Neben der direkten Fonds-Beteiligung geschieht dies häufig indirekt über Altersvorsorgen oder Lebensversicherungen. Als Alternative stellte Vorstandsmitglied Willi Nitsche die EnergieGenossenschaft KaufungerWald vor. Mit einer Mitgliedschaft besteht die Möglichkeiten, mit dem eigenen Geld einen positiven Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung zu nehmen.


Foto: Divest Kassel

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit statt. Sie hat mit ihrer Vernetzung dazu beigetragen, die zivilgesellschaftliche Stimme für einen Umbau unserer Finanzströme hin zu mehr Nachhaltigkeit in Kassel deutlich zu stärken.

Weitere Infos zu der Veranstaltung und den einzelnen Vorträgen finden Sie unter: http://divestkassel.blogsport.eu
 

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Gute Laune trotz(t) ernstem Thema

Es war ein richtig schöner Montagnachmittag: nicht zu kalt, die Sonne schien und es hatte den Anschein, dass der Winter endlich das Ringen gegen den Frühling verlieren würde. Das es nur ein kurzes Intermezzo sein würde, wissen wir zwar jetzt, aber an diesem Nachmittag vor dem Kaufunger Rathaus freuten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehme erst einmal über den schönen Nachmittag.

Warum vor dem Kaufunger Rathaus?
Der Platz ist zentral, die Figuren lassen sich schön schmücken und oben auf der Treppe kann der Redner von jedem gut gesehen werden. Und natürlich bekommen auch die vorbeilaufenden Kaufungerinnen und Kaufunger mit, warum wir dort stehen. Manche hielten sogar kurz inne um interessiert zuzuhören.

Und was gab es zu hören?
Christoph Rombach, der Organisator unseres kleinen Treffens, hatte einiges zu erzählen. So hat er uns plakativ vor Augen geführt, wie viel eine Kilowattstunde Strom in der Erzeugung kostet. Nein, nicht wieviel wir bezahlen, denn das hat oft gar nichts mit den tatsächlichen Kosten zu tun.

 

+ Atomenergie 37,8 Cent / KWh
+ Steinkohle 13,4 Cent/ kWh
+ Braunkohle 14,3 Cent/ kWh
+ Wind (auf dem Land)
+ 9,0 Cent/ kWh+ Wasser 8,9 Cent/ kWh
+ Photovoltaik 29, 7 Cent / kWh

Diese Zahlen aus der Greenpeace Energy Studie vom Oktober 2017 zeigen, dass einige erneuerbare Energien heute schon günstiger sind als konventionelle Energieträger, wenn außer dem Strompreis auch die Kosten von staatlichen Förderungen sowie die Kosten für Umwelt- und Klimabelastung sowie nuklearer Risiken einbezogen werden. Dies sollte bei der Diskussion um „bezahlbaren Strom“ und der Debatte um die zukünftige Energieversorgung berücksichtigt werden.

Mit Gitarren- und Akkordeonbegleitung wurden bekannte Lieder gesungen - nur der Text wurde dem Thema angepasst. Aber dafür gabs ja genügend Handzettel.

Warum das alles?
Natürlich könnten wir jeden Tag auf diese Tatsachen aufmerksam machen. Aber im März jährt sich das Reaktorunglück von Fukushima / Japan. Und dieses Unglück hat uns drastisch die Folgen von Atomkatastrophen vor Augen geführt. Dazu kommt, dass die Stromerzeugung mit Atomenergie volkswirtschaftlich völliger Unsinn ist. Die EnergieGenossenschaft und ihre Mitglieder möchten nicht, dass sich eine solche Katastrophe wiederholt. Darum setzen wir auf sauberen Strom aus der unmittelbaren Umgebung. Und darum werden wir auch im nächsten Jahr wieder vor dem Kaufunger Rathaus stehen und darauf achten, dass manche Dinge nicht in Vergessenheit geraten. Vielleicht sind Sie ja dann dabei.

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Eine starke Gemeinschaft

braucht Mitglieder. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich bereits für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung. So können Sie Mitglied werden

Stand: 1. April 2018
Mitglieder: 328
Verkaufte Anteile: 2630

 
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