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Generalversammlung beschließt Änderungen

Auf sehr großes Interesse ist die letzte Generalversammlung am Donnerstag 22. Mai gestoßen. Und das nicht nur bei den Mitgliedern der Genossenschaft. Wir haben uns auch über zahlreiche Gäste gefreut. Grund für den regen Besuch war in erster Linie sicher das Bedürfnis, mehr über den Windpark Stiftwald zu erfahren. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass gerade zu diesem Punkt und der weiteren Entwicklung viele Fragen aus dem Publikum kamen.

Bernd Winter erläutert den Stand der Bauarbeiten am Windpark Stiftswald

Erstmals mit Gewinn
Es ist nicht viel, aber trotzdem ist es erfreulich, dass die Bilanz zum 31.12.2015 erstmals einen Gewinn ausweist. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Erstmals eingeflossen sind die Zinserträge aus dem Nachrangdarlehen, das wir zur Finanzierung der Windkraftanlage Niestetal / Söhrewald gewährt haben. Eine Dividende auf unsere direkte Beteiligung ist noch nicht enthalten. Diese Zahlungen wirken sich auf die Bilanz der Energiegenossenschaft immer erst zeitverzögert aus. Beispiel: Die Erträge aus den Windkraftanlagen 2015 fließen 2016 erst einmal in die Bilanz der Städtischen Werke. Anschließend werden sie an die Bürgerenergiegenossenschaften und die beteiligten Gemeinden weitergegeben. Bei der Energiegenossenschaft fließt dieser Betrag dann in die Jahresbilanz 2016 ein, so dass die Generalversammlung im ersten Halbjahr 2017 über die Verwendung entscheiden kann.

Eintrittsgeld ab 1. Januar 2017
Eine der wichtigsten Änderungen ist sicher das Eintrittsgeld, das ab dem nächsten Jahr auf jeden gezeichneten Anteil erhoben wird. Dieser Punkt wurde auf die Tagesordnung gesetzt, weil aus den Mitgliedskreisen, die Einführung schon mehrfach gefordert wurde. Alle anderen Energiegenossenschaften in Nordhessen erheben dieses Eintrittsgeld schon länger und es dient auch als Ausgleich für die Mitglieder, die von Anfang an die Energiewende unterstützt haben. Auch zu diesem Punkt gab es eine kontrovers geführte Diskussion, bevor das Eintrittsgeld mit einer großen Mehrheit der Stimmen beschlossen wurde.

Was bedeutet die Einführung
Mit der Einführung des Eintrittsgeldes wird auf jeden verkauften Anteil eine Gebühr von 3% erhoben. Das entspricht 15,- €. Dabei ist es egal, ob Mitglieder ihre Anteile aufstocken oder ob jemand neu in die Genossenschaft eintritt.

Vor Jahresende handeln
Wer also mit dem Gedanken spielt seine Anteile zu erhöhen oder in die Energiegenossenschaft einzutreten, sollte das vor Jahresende tun, um diesen Kostenvorteil für sich in Anspruch zu nehmen.

Willi Nitsche, Bernd Winter und Raymond DeuchertVorstand wurde erweitert
Laut Satzung vertreten immer zwei Vorstandsmitglieder die Genossenschaft bei rechtswirksamen Geschäften, z. B. bei der Unterzeichnung von Verträgen. Um in Fällen von Krankheit oder Urlaub handlungsfähig zu bleiben, wurde der Vorstand jetzt auf 3 Personen erweitert. Auf Vorschlag des Aufsichtsrates wurde Bernd Winter gewählt, der schon seit einigen Jahren zum Kreis der Aktiven zählt und sich sowohl in Öffentlichkeits AG als auch bei den Sitzungen den Aufsichtsrats engagiert.

Signifikante Mehrarbeit erwartet
Ein weiterer Grund für die Erweiterung des Vorstandes ist die zu erwartende Mehrarbeit bei der Mitgliederverwaltung. Wenn in den kommenden Jahren Dividenden zu erwarten und auszuzahlen sind, kommt der Vorstand nicht mehr mit einfachen Excellisten aus, sondern muss ein professionelles Mitgliederverwaltungsprogramm anschaffen. Denn neben den Mitgliederinfos müssen auch steuertechnische Daten, hinterlegt werden.

Das neue Vorstandstrio von links nach rechts:
Willi Nitsche, Bernd Winter und Raymond Deuchert

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