Google+

Mit dem Rad auf Entdeckertour

Zu den „Entdeckertage Nordhessen“ gehört es, dass man Zutritt zu Orten erhält, die sonst nicht so ohne weiteres für die Öffentlichkeit zugänglich sind. In dieser Tradition haben die Städtischen Werke am Samstag, 18. Juli 2015 zu einer Fahrradtour zum Rohrberg bei Hessisch Lichtenau eingeladen, auf dem zurzeit ein neuer Windpark mit fünf Windrädern entsteht.

Gestartet wurde an der Orangerie in der Karlsaue. Da an Kaufungen kein Weg vorbei führt, wurde an der Steinertseebahn eine Rast eingelegt bei kühlen Getränken, vom Verein der Eisenbahnfreunde gespendet, und belegten Brötchen vom Cateringteam der Städtischen Werke. Hier schlossen sich 6 Kaufunger Energiegenossen dem Tross an, der mittlerweile auf ca. 50 Radler angewachsen war.

Unter kundiger Führung der ADFC Tourenleiter wurde die Gruppe geteilt, so dass die E-Bike Fahrer nicht von den Muskelbetriebenen Fahrrädern ausgebremst wurden. Gegen 14 Uhr am Bahnhof Fürstenhagen angekommen, wartete zum Schluss noch ein 2 km langer Anstieg in das Gewerbegebiet Hirschhagen und dann ein weiterer Kilometer zu den Baustellen des Windpark Rohrberg auf die Teilnehmer. Für uns Freizeitradler war diese Bergprüfung „hors cathegorie“, um im Jargon der Tour de France zu sprechen, oder auf Deutsch eine harte Prüfung.

Am Plateau der ersten Windenergieanlagen wurden wir mit Kaffee und einem reichlichen Kuchenbuffet belohnt.

Lars Rotzsche, Chef der Windenergieplanungsgruppe der Städtischen Werke, nutzte die Gelegenheit, uns mit wichtigen Informationen zu dem Windpark zu versorgen. Im Unterschied zum Windpark Söhre/Niestetal, auf dem Windräder der dänischen Firma Vestas stehen, baut hier die deutsche Firma Enercon ihre Windräder vom Typ E 115 der gleichen 3 Megawatt Leistungsklasse auf.

Die Türme werden bis zu einer Höhe von 100 m aus Spannbetonsegmenten aufgebaut. Darauf wird ein dreiteiliger Stahlrohraufsatz von 45,8 m Höhe montiert, der die Nabe mit den Flügeln trägt. Drei Türme waren gerade im Aufbau, davon hatte einer bereits 100 m Höhe erreicht. An einer anderen Baustelle lag noch das riesige - etwa 24 Meter im Durchmesser - Betonfundament frei. Insgesamt eine interessante Szenerie, wenn man den gigantischen Baukran und die noch am Boden liegenden Bauelemente betrachtete.

Wir sehen nun mit Spannung dem Baubeginn des Windparks im Stiftswald entgegen.