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Solar-Module liefern jetzt Strom

Das letzte Modul; Foto: Energiegenossenschaft

Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Bürgerhauses ist erstes Projekt der Energiegenossenschaft Kaufungen
Quelle: HNA 05.11.2012 - „Wir werden in zehn Jahren unglaublich stolz sein, was wir geleistet haben“, sagte Vorstand Burkhard Rexmann während der Inbetriebnahme der ersten Fotovoltaikanlage der Energiegenossenschaft Kaufungen. Seit 1. November 2012 liefern die auf dem Dach des Bürgerhauses installierten Solar-Module Strom. Die Energiegenossenschaft strebt jetzt eine Beteiligung an dem geplanten Strom-Versorgungswerk der Gemeinde Kaufungen mit den Städtischen Werken Kassel an.

Außerdem will die Genossenschaft bei den Windkraftvorhaben im Stiftswald mitmischen.

Auch Vertrieb im Blick

„Auf längere Sicht werden wir uns auch im Stromvertrieb engagieren“ sagte Vorstand Burkhard Rexmann der HNA. 50 000 Euro hat die Energiegenossenschaft in die jetzt in Betrieb genommene, 210 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage auf dem Bürgerhausdach investiert. Der Pachtvertrag mit der Gemeinde Kaufungen hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Die vom Kaufunger Unternehmen Stiens gelieferten und installierten japanischen Module belegen rund ein Drittel der Dachflächen des Bürgerhauses. Mit der Anlage wird eine maximale Leistung von 32,5 Kilowatt erzielt. Trotz der geminderten Einspeisevergütung rechnet die Genossenschaft mit einer Rentabilität von 2,5 Prozent. Das sei grenzwertig, aber noch vertretbar, sagte Rexmann.

Überzeugt von Akzeptanz

„Mit unserer Beteiligung am neuen Versorgungswerk sieht es gut aus, sie hat für die Gemeinde im Hinblick auf das Eigenkapital und die Akzeptanz in der Bürgerschaft nur Vorteile“, sagte der Vorstand der Energiegenossenschaft.

Ziel sind 1000 Mitglieder

Während der Inbetriebnahme des ersten konkreten Projektes schloss sich Iris Kasten dem bürgerschaftlichen Zusammenschluss spontan an. Die Kaufungerin ist das 76. Mitglied der im Mai dieses Jahres gegründeten Energiegenossenschaft.

„Irgendwann werden wir 1000 Mitglieder haben“, sagte Burkhard Rexmann, der damit auch an die Mahnwache und Verteilung von 1000 Aufklebern nach dem Atomunglück in Japan erinnerte.

Von Hans-Peter Wohlgehagen